VEREINSREISE 2015

SVKT  Gunzwil - völlig entkoppelt!

 

Schon frühzeitig, eher noch etwas verschlafen, machten wir Turnerinnen uns auf den Weg. Der alljährliche Vereinsausflug stand auf dem Sonntagsprogramm. Bereits im Bus Richtung Luzern, musste auch der Buschauffeur sein Können unter Beweis stellen, sich von einer Horde Frauen nicht ablenken zu lassen. Denn nicht nur wir Frauen vom SVKT Gunzwil füllten den Linienbus, sondern auch die Turnerinnen aus Neudorf haben diesen Tag für ihren Vereinsausflug ausgewählt und so stieg der Lärmpegel Richtung Stadt stetig höher. Fahrplanmässig stiegen wir in Luzern in den korrekten Zug Richtung Wolhusen, der uns dann weiter nach Menznau hätte bringen sollen. Leider realisierten wir 20 Frauen gar nicht, dass wir inzwischen entkoppelt wurden und ein Teil des Zuges anstatt nach Menznau nun Richtung Emmental fuhr. Als der Bahnhof Entlebuch in Sichtweite kam, bemerkten wir den Faux-pas. Schnell hiess es nun: „sofort alle aussteigen!“ Wie weiter nun?

Um uns kurz vom ersten Schreck zu erholen und das weitere Vorgehen zu planen, genehmigten wir uns im Restaurant Bahnhöfli eine Kaffeepause. Evi, machte als Reiseleiterin ihren Job souverän und organisierte kurzerhand mit Hilfe des Wirtes einen Extrabus für uns Reisende. Der Tag war gerettet. Fast pünktlich, als wäre nichts gewesen, entstiegen wir beim Restaurant Menzberg dem Postauto und genehmigten uns zum zweiten Mal an diesen Tag einen Kaffee inkl. Zöpfli. Der Stimmung konnte nun nichts mehr schaden, weder der leichte Nieselregen, der inzwischen aufgezogen war, noch die recht kalte Bise. Wir teilten uns in zwei Gruppen auf. Die wanderfreudigere Truppe marschierte bergauf Richtung Napf auf einer längeren  Route, während die zweite Truppe nach einem kurzen Marsch dafür verantwortlich war, ein Lagerfeuer zu entzünden. Alles klappte bestens und als wir uns beim Mittagessen wieder versammelten, stand der spritzige „Hugo“ bereits auf dem Tisch und das Lagerfeuer brannte wunderbar. Jede konnte ihr mitgebrachtes Grillgut bräteln und auch wenn es zwischendurch immer wieder regnete, tat dies der Stimmung keinen Abbruch. Die Nachmittagsroute absolvierten wir dann alle gemeinsam.  Via Steinhuserberg wanderten wir während ca. zwei Stunden Richtung Fontannen, wo im Restaurant Pintli dann unser Ziel definiert war. Niemand ging verloren, denn Evi hatte mit ihrer Wegmarkierung bestens vorgesorgt. Die Einkehr in diesem Restaurant hatten wir nun echt verdient, denn der letzte Abstieg fuhr fast allen tüchtig in die Beine. Nur ein ganz grosser Coupe oder ein sogenannter „Klarer“ oder teilweise sogar ein „Stümpli“ brachte uns wieder in Form. Auch die Serviertochter verstand und genehmigte sich sogar Einen mit uns. Schliesslich stand die Heimreise noch auf dem Programm. Diesmal klappte die Zugfahrt bestens – wir wurden nicht mehr entkoppelt – und trafen gegen Abend wieder glücklich und etwas müde in Beromünster ein. Einige verabschiedeten sich heimzu, andere liessen den Abend noch im Fläcke ausklingen. Wir danken Evi für die guten Nerven und das tolle Wanderprogramm. Immer wieder schön so ein Vereinsausflug. Fördert den Zusammenhalt und gibt Gesprächsstoff für die nächsten Tage – manchmal auch Jahre.